Navigation überspringen

Jetzt Grillkohle-Fabrik Carbonex stoppen!

Die Bürgerinitiative “Kein Wald für Kohle” wehrt sich gegen die Ansiedlung der in Heidenrod-Huppert geplanten Grillkohle-Fabrik.

Fragen-Flyer laden (PDF, 612 kb)

Banner gegen die Grillkohle-Fabrik Carbonex an der B260 bei Bad Schwalbach

Gemeinde Heidenrod plant Grillkohle-Fabrik

Bürgermeister Volker Diefenbach möchte, dass die französische Firma Carbonex bei Heidenrod-Huppert eine Fabrik für Grillkohle baut. Was würde das bedeuten?

  • Ein neues Industriegebiet so groß wie das Dorf Huppert
  • Etwa 17-23ha Wald am Hupperter Sportplatz müssen gerodet werden
  • Statt stillem Wald eine lärmende Fabrik mit Pyrolyse-Reaktoren
  • 300.000 t CO2 Ausstoss pro Jahr zusätzlich durch Carbonex
  • Jedes Jahr werden 180.000 Festmeter Laubholz verkohlt
  • Riesige Holzmengen aus 150 km Umkreis: Hunsrück, Westerwald, Eifel, Spessart, Odenwald und darüber hinaus
  • Mehr Holztransporter fahren über B 260 nach Huppert und über die B 54 durch Laufenselden

Auf Mensch und Natur kommen durch die geplante Grillkohle-Industrie erhebliche Belastungen zu.

Zugestellte Protest-Mails

3459

Stand: 20.10.2020 08:00 Uhr

Sind Sie auch betroffen?

180.000 Festmeter sind eine Menge Holz. Rund 13% würden im Rheingau-Taunus gefällt. Der weitaus größere Teil würde aus Wäldern in 100-150 km Umkreis zum Grillkohlewerk gebracht werden.

Das bedeutet Fällungen und Holztransporte in Hunsrück, Westerwald, Eifel, Spessart, Odenwald und darüber hinaus! Mehr Informationen ...

Deswegen sind wir gegen die geplante Grillkohle-Fabrik

  • Die Grillkohlefabrik der Firma Carbonex ist ein Industriebetrieb, der nicht nach Heidenrod gehört. Mehr Informationen …
  • Carbonex locken niedrige Bodenpreise, ansonsten ist der Standort bei Huppert wenig geeignet. Mehr Informationen …
  • Für Grillkohle werden etwa 20-30 Jahre alte Bäume genutzt, die zur “Waldpflege” entfernt werden. Klingt nach Entsorgung von über­flüssigem Restholz. Aber moderne Forstwissenschaftler empfehlen, die Bäume im Wald zu lassen, wo sie auch zukünftig Wasser und CO2 speichern.
  • 180.000 Festmeter Laubholz im Jahr soll das Werk verarbeiten. Als Rundholz aufgestapelt entspricht es etwa 252.000 Raummetern. Damit könnte man eine Strecke von 252 Kilometern etwa 1 Meter hoch und 1 Meter breit mit Holz belegen. Das reicht von Huppert bis hinter Stuttgart!
  • Das Holz soll aus bis zu 150 Kilometer-Umkreis angeliefert werden: Hunsrück, Westerwald, Eifel, Spessart, Odenwald und darüber hinaus. Heidenrod kann nur einen geringen Anteil der benötigten Holzmenge liefern.
  • Die Folgen betreffen viele Menschen: Jeden Tag noch längere Staus, noch mehr Verkehrslärm und Abgase. Denn zu jeder Holztransporter-Ankunft käme die Abfahrt des leeren Fahrzeugs hinzu. Nicht zu vergessen die LKW-Fahrten zum Abtransport der Grillkohle und aller weiteren Bedarfe einer Fabrik. Mehr Informationen …
  • Teure Straßenertüchtigungen und Ortsumgehungen könnten notwendig werden, die Dörfer veröden lassen. Das passt nicht zum Leitbild Heidenrod “Land erleben”.
  • Holzverbrennung gilt als klimaneutral, weil das CO2 vom lebenden Baum gespeichert wurde. Wichtig ist aber der Zeitfaktor: Kohlendioxid wird über Jahrzehnte des Baumwachstums eingelagert. Bei der Verbrennung wird CO2 jedoch innerhalb von Stunden freigesetzt. Damit trägt Holzbrand kurzfristig zum Treibhausgaseffekt bei. Mehr Informationen …
  • Für das Betriebsgelände sollen bis zu 23 ha junger Wald gerodet werden. Wirklich überwiegend ökologisch wenig wertvolle Fichten? Wir haben nachgeschaut. Mehr Informationen …
  • Zum Ausgleich für die Rodung soll an anderer Stelle aufgeforstet werden. Jung­pflanzen sind jedoch besonders empfindlich und gedeihen bei Trockenheit nicht. Aufforstungen wie z.B. in Egenroth müssen zudem wegen Wildverbiss teuer eingezäunt werden.
  • Fertige Grillkohle macht das Grillen schneller und einfacher. Aber notwendig ist sie nicht, weder aus exotischem noch aus deutschem Holz. Es gibt bereits heimische Alternativen z.B. aus Maisspindeln. Mehr Informationen …

Was Sie noch tun können