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Grillkohle-Fabrik Carbonex verhindert!

Mehr als 3.100 BürgerInnen von Heidenrod haben die Ansiedlung der Holzkohlefabrik abgelehnt, das sind 72,2% der Wahlbeteiligten.

Wir danken allen UnterstützerInnen der Bürgerinitiative “Kein Wald für Kohle”, die diesen Erfolg ermöglicht haben!

Mehr Details zum Bürgerentscheid

Banner gegen die Grillkohle-Fabrik Carbonex an der B260 bei Bad Schwalbach

Gemeinde Heidenrod wollte Grillkohle-Fabrik durchsetzen

Volker Diefenbach setzte alles daran, dass die französische Firma Carbonex bei Heidenrod-Huppert eine Fabrik für Grillkohle baut. Ein solcher Industriebetrieb in Heidenrod – was würde das bedeuten?

  • Ein neues Industriegebiet so groß wie das Dorf Huppert
  • Statt Erholung eine lärmende Fabrik mit Pyrolyse-Reaktoren im Wald
  • Etwa 17-23 ha Waldrodung für Carbonexgelände am Hupperter Sportplatz
  • Jedes Jahr werden 180.000 Festmeter Laubholz verkohlt
  • Dadurch erhöhte Gefahr für Brände, die unsere Freiwillige Feuerwehr löschen müsste
  • 182.000 Tonnen CO2 Ausstoss pro Jahr zusätzlich – das hat Carbonex zugeben.
  • 50 Tonnen Stickoxide im Jahr – auch das musste Carbonex auf Nachfrage des BUND zugeben.
  • Riesige Holzmengen aus 150 km Umkreis: Hunsrück, Westerwald, Eifel, Spessart, Odenwald und darüber hinaus
  • Täglich mindestens 80 zusätzliche Holztransporte fahren über B 260 nach Huppert und über die B 54 durch Laufenselden
  • Weitere LKW-Belastungen durch die erneute Erweiterung der Fa. Kopp in Kemel
  • Zusätzlicher Verkehr durch rund 800 neue EinwohnerInnen in Kemel-Süd

Wir sind entsetzt, dass unser (?) Bürgermeister nicht die BürgerInnen vertritt, sondern den Industriebetrieb Carbonex!

Carbonex erzeugt 50 Tonnen Stickoxide/Jahr, die besonders zum Waldsterben beitragen. Dr. Werner Neumann – Energieexperte des Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärt: „Dies sind Emissionen, die einem Großkraftwerk entsprechen. Dieselben Stickstoffmengen würden entstehen, wenn dort im Wald 2.000 Autos mit einer Motorleistung laufen würden, die 50 Stundenkilometern entspricht!"

Vor Wahlen ist es guter Brauch, dass auf dem Podium Befürworter und Gegner zum Streitgespräch eingeladen werden. Nicht so bei Bürgermeister Diefenbach. Nur Befürworter durften bei den “Informationsveranstaltungen” vor die Kamera. Nicht einmal fünf Minuten Redezeit am Pult gesteht er Andersdenkenden zu.

Kritische BürgerInnen und nachdenkliches Abwägen von Argumenten waren nicht erwünscht. Ziel war umso eindeutiger die Demonstration bürgermeisterlicher Macht.

Den Carbonex-Gegnern geht es nicht darum, keinen Baum mehr zu fällen. Es geht darum, dass die jungen Bäume für unsere Zukunft zu wertvoll sind, um als Holzkohle oder Biomasse verbrannt zu werden! Förster und Buchautor Peter Wohlleben und die UmweltschützerInnen von Robin Wood rufen dazu auf, Carbonex zu verhindern

Der Bürgermeister und die Forst-Lobbyisten sind nicht bereit, sich aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu stellen. Die falsche Behauptung, Holzverbrennung sei klimaneutral dient dazu, die industrielle Verwertung lebender Bäume als Biomasse zu rechtfertigen. Weltweit warnen hunderte WissenschaftlerInnen vor solchen Fabriken weil sie unter dem Deckmantel der “Nachhaltigkeit” das Klima weiter schädigen.

Nur lebende Bäume können das Treibhausgas CO2 binden und damit unser Klima schützen. Ebenso unstrittig ist, dass Holzverbrennung 1,5 x mehr CO2 (Kohlendioxid) freisetzt wie Steinkohleverbrennung. Das ist keine “Energiewende” sondern eine Mogelpackung an der viele verdienen möchten. Auch das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL warnt vor dem Ökoschwindel mit dem Strom aus Holz

Auf Mensch und Natur kommen durch die geplante Grillkohle-Industrie erhebliche Belastungen zu.

Gehen Sie auf jeden Fall zur Wahl zum Bürgerentscheid, wenn Sie Carbonex nicht wollen! Stimmen Sie mit NEIN!

Zugestellte Protest-Mails

3723

Stand: 03.11.2020 08:00 Uhr

Sind Sie auch betroffen?

180.000 Festmeter sind eine Menge Holz. Rund 13% würden im Rheingau-Taunus gefällt. Der weitaus größere Teil würde aus Wäldern in 100-150 km Umkreis zum Grillkohlewerk gebracht werden.

Das bedeutet Fällungen und Holztransporte in Hunsrück, Westerwald, Eifel, Spessart, Odenwald und darüber hinaus! Mehr Informationen ...

Deswegen sind wir gegen die geplante Grillkohle-Fabrik

  • Carbonex erzeugt 50 Tonnen Stickoxide/Jahr, die besonders zum Waldsterben beitragen. Dr. Werner Neumann – Energieexperte des BUND Landesverbandes erläutert: „Dies sind Emissionen, die einem Großkraftwerk entsprechen. Dieselben Stickstoffmengen würden entstehen, wenn dort im Wald 2.000 Autos mit einer Motorleistung laufen würden, die 50 Stundenkilometern entspricht!"
  • 180.000 Festmeter Laubholz im Jahr soll das Werk verarbeiten. Als Rundholz aufgestapelt entspricht es etwa 252.000 Raummetern. Damit könnte man eine Strecke von 252 Kilometern etwa 1 Meter hoch und 1 Meter breit mit Holz belegen. Das reicht von Huppert bis hinter Stuttgart – jedes Jahr!
  • Für Grillkohle werden etwa 20-30 Jahre alte Buchen genutzt, die zur Waldpflege entfernt werden sollen. Diese Ratschläge der Forstwirte beruhen auf falschen Annahmen. Sie tragen Mitschuld am gegenwärtigen Waldsterben! Das von Herrn Diefenbach behauptet über­flüssigem Restholz gibt es nicht. Moderne Forstwissenschaftler empfehlen, die jungen Bäume im Wald zu lassen, wo sie auch zukünftig Wasser und CO2 speichern. UmweltschützerInnen von Robin Wood rufen dazu auf, solche Fabriken wie in Heidenrod zu verhindern Mehr Informationen …
  • Das Holz soll aus bis zu 150 Kilometer-Umkreis angeliefert werden: Hunsrück, Westerwald, Eifel, Spessart, Odenwald und darüber hinaus. Heidenrod kann nur einen geringen Anteil der benötigten Holzmenge liefern.
  • Die Folgen betreffen viele Menschen: Jeden Tag noch längere Staus, noch mehr Verkehrslärm und Abgase. Denn zu jeder Holztransporter-Ankunft käme die Abfahrt des leeren Fahrzeugs hinzu. Nicht zu vergessen die LKW-Fahrten zum Abtransport der Grillkohle und aller weiteren Bedarfe einer Fabrik. Mehr Informationen …
  • Teure Straßenertüchtigungen und Ortsumgehungen könnten notwendig werden, die Dörfer veröden lassen. Das passt nicht zum Leitbild Heidenrod “Land erleben”.
  • Holzverbrennung gilt als klimaneutral, weil das CO2 vom lebenden Baum gespeichert wurde. Wichtig ist aber der Zeitfaktor: Kohlendioxid wird über Jahrzehnte des Baumwachstums eingelagert. Bei der Verbrennung wird CO2 jedoch innerhalb von Stunden freigesetzt. Damit trägt Holzbrand kurzfristig zum Treibhausgaseffekt bei. Mehr Informationen …
  • Für das Betriebsgelände sollen bis zu 23 ha junger Wald gerodet werden. Wirklich überwiegend ökologisch wenig wertvolle Fichten? Wir haben nachgeschaut. Mehr Informationen …
  • Zum Ausgleich für die Rodung soll an anderer Stelle aufgeforstet werden. Jung­pflanzen sind jedoch besonders empfindlich und gedeihen bei Trockenheit nicht. Aufforstungen wie z.B. in Egenroth müssen zudem wegen Wildverbiss teuer eingezäunt werden.
  • Fertige Grillkohle macht das Grillen schneller und einfacher. Aber notwendig ist sie nicht, weder aus exotischem noch aus deutschem Holz. Es gibt bereits heimische Alternativen z.B. aus Maisspindeln. Mehr Informationen …

Was Sie noch tun können