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Carbonex

Carbonex betreibt seit neun Jahren eine Grillkohle-Fabrik in Frankreich. Wie sieht es dort aus?

Wichtiges Klimaschutz-Holz wird aus dem Wald geholt

Wer steht hinter Carbonex?

Hinter Carbonex steht die französische Familie Soler-My. Sie ist bereits seit den siebziger Jahren im Holzkohle-Business tätig. Seit den neunziger Jahren produzieren und verpacken sie Holzkohle unter dem Namen Carbonex. Die drei Brüder Pierre, Jean und Philippe Soler-My betreiben seit neun Jahren eine Fabrik für Grillkohle in der französischen Champagne.

Mehr zur Firmengeschichte auf der Carbonex-Homepage auf französisch und englisch.

Wie sieht die französische Grillkohle-Fabrik aus?

Die Fabrik benötigt rund 20 ha Industriegelände. Man kann es auf Google Maps im Satellitenmodus recht gut sehen.

Carbonex Firmengelände auf Google Maps ansehen

Luftaufnahmen zeigen riesige Lagerflächen für Holzstämme, die über Kräne und Förderbänder in großen Schreddern gehäckselt werden.

Die Holzhäcksel werden getrocknet und in mehreren Pyrolyse-Reaktoren zu Holzkohle verbrannt. Dazu gehören weitere Verbrennungsanlagen für die entstehenden Gase. Und reichlich schwarzstaubige Lager- und Trocknungsflächen für die Kohle. Außerdem eine hochautomatisierte Abfüllanlage und Verwaltungsgebäude.

Das Ganze ist offensichtlich laut, in einigen Filmbeiträgen tragen Besucher und Mitarbeiter gelbe Ohrstöpsel.

Ein ähnliches Werk soll in Heidenrod-Huppert errichtet werden. Was uns erwartet, zeigt das Werbe-Video von Carbonex:

Kann man Grillkohle “grün machen”?

Die Fabrik erzeugt – nach eigenen Aussagen – “ökologische” Grillkohle. Dabei verweist die Firma Carbonex stolz auf ein angeblich nachhaltiges Herstellungsverfahren, das neben Grillkohle auch Wärme und Strom produziert. Sie würden damit “Kohle grün machen”.

Darunter verstehen Carbonex, daß für ihre Produkte regionales Holz genutzt und Strom als Nebenprodukt verkauft wird. Im Vergleich mit schmutziger Grillkohle aus Tropenholz ist das zwar offensichtlich ein Fortschritt, macht die Grillkohle-Erzeugung aber noch lange nicht nachhaltig.

Selbst in diesem hochmodernen Werk braucht man 2,5 to Holz um 1 Tonne Grillkohle zu erzeugen, ein Ergebnis von gerade mal 40%. Die überwiegenden 60% sind “Energie”.

Es handelt sich also im Grunde um einen Holzvergaser mit dem Abfallprodukt Grillkohle. Klingt nicht mehr so ökologisch? Ist es auch nicht!

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