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Bodenpreise

23 Hektar Gelände für einmalig drei Millionen Euro – ein guter Deal für Heidenrod?

Bodenpreise für geplantes Industriegebiet

Der Heidenroder Bürgermeister Volker Diefenbach hat angekündigt, etwa 23 Hektar Gelände an die Grillkohle-Fabrik Carbonex zu verkaufen.

Carbonex soll dafür rund 3 Millionen Euro zahlen. Auf den ersten Blick eine schöne Summe für die Gemeindekasse. Wer nachrechnet (3.000.000 Euro : 230.000 qm) kommt auf einen Preis von gerade mal 13 Euro pro Quadratmeter.

Vielleicht doch kein so gutes Geschäft für Heidenrod?

Wir haben alternativ nach den Grundstückspreisen im Industriepark Höchst (IPH) nachgefragt. Dort gibt es alles, was ein Industriebetrieb braucht – von Verkehrsanbindungen in alle Richtungen bis zur Werksfeuerwehr. Der preisliche Unterschied allerdings ist deutlich:

Der Bodenrichtwert im Industriepark Höchst liegt bei 180 Euro pro Qudratmeter – das ist das 13,8fache! Entsprechend läge der Kaufpreis für 23 Hektar im IPH bei 41,4 Millionen Euro. Die Erschließungskosten etc. kämen noch dazu.

Allerdings werden in Industrieparks üblicherweise keine Grundstücke verkauft sondern nur verpachtet. Die Pacht liegt bei 1,80 Euro pro Quadratmeter – im Monat. Das macht (230.000 qm x 1,80 Euro x 12 Monate) eine Pacht von mehr als 4,97 Millionen Euro – im Jahr!

Aus rein finanzieller Sicht ist somit leicht nachzuvollziehen, warum Carbonex aufs Land und nicht in einen Industriepark möchte.

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