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Ortsbeirat Huppert lehnt Carbonex Ansiedlung einstimmig ab

Veröffentlicht am 13.10.2020

Der Ortsbeirat Huppert traf sich am 18. Sept. 2020. Wichtigster Tagesordnungspunkt war der Bebauungsplan HUPPERTER PFINGSTWEIDE. Der Ortsbeirat war vom Planungsbüro Hendel + Partner zu einer Stellungnahme nach § 4 Abs. 1 BauGB aufgefordert worden. Nach vielen Gesprächen, so berichtete der Ortsvorsteher, könne er sagen, dass mehr als 90% der Hupperter gegen das geplante Industriegebiet in Heidenrod sind.

Unter Teilnahme der BürgerInnen entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit zahlreichen Fragen an den anwesenden Bürgermeister Diefenbach und den Leiter der Bauabteilung, Udo Zindel. Abschließend bekräftigte der Ortsbeirat Huppert einstimmig die Ablehnung des Bebauungsplans und der Ansiedlung der Firma CARBONEX in Huppert wie in ganz Heidenrod.

Die Stellungnahme wird mit Argumenten aus diesen Themenfeldern ausführlich begründet: CO2, Vorbehaltsgebiete für Klimaschutz, Gesundheitsgefahren, Brandgefahr, Verkehr und Lärmbelastung, Erholung und Tourismus, Immissionsschutz sowie die Auswirkung auf den Wert der Immobilien in Huppert.

Wir zitieren ergänzend aus dem einleitenden Statement des Ortsvorstehers:

Wir lehnen CARBONEX aus ökologischen Gründen ab und da können Sie das Werk noch so sehr als biologisch bewerben. Wir brauchen die Bäume im Wald zum Schutz unseres weltweiten Klimas! Die Herstellung von Holzkohle ist nicht klimaneutral, auch wenn Sie es Herr Bürgermeister immer wieder behaupten!

Wir sind nicht das kleine gallische Dorf, was alleine gegen die Römer bzw. CARBONEX kämpft. Die Ablehnung dieser Firma geht quer durch die Bürgerschaft von Heidenrod.

Angeblich stößt das Werk nur CO2 und Wasser aus. Von den kanzerogenen, krebserregenden Stoffen, die in jedem Fall entstehen werden, spricht niemand. Der Ortsbeirat hält die Vorlage einer Ökobilanz für absolut notwendig!

Der Ortsbeirat lehnt das Werk, welches sich mitten in einem Waldgebiet befinden wird, auch wegen der unmittelbaren Brandgefahr ab. Schon mehrfach brannte es in dem Werk in Gyé-sur-Seine. Den Grillplatz dürfen wir im Sommer nicht vermieten und dort steht ein brandgefährliches Werk mitten im Wald.

Ein Industrie-Betrieb gehört in ein Industrie-Gebiet mit der entsprechenden Infrastruktur für Störfälle und nicht in unseren ländlichen Raum!

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